Bausysteme

Stuttgart, Deutschland

  • Ort: Stuttgart, Deutschland
  • Architekt: Ostertag und Vornholt
  • Fertigstellung: 2001 
  • Bauherr: Schweiz-Deutschland-USA Dreiländer Beteiligung Objekt – DLF 98/29 –Walter Fink, KG München, Deutschland
  • Leistungen: Stahlstruktur und Verglasung
  • Eindeckung /Verkleidung: 1.550 m² VSG aus TVG und Float
  • Tragkonstruktion: 175 t, einlagige Netzstruktur mit vorgespannten Seilauskreuzungen und Seilspinnen

 

1 bosch arealDas lange Zeit ungenutzte Stuttgarter Bosch-Areal wurde nach mehrjähriger Planung umgebaut und revitalisiert. Angestrebt wurde eine Mischnutzung des 14.000 m² großen Geländes mit Wohnungen, Büros und einem Kino.

Nachdem die Zukunft des ehemaligen Fabrik-Komplexes der Fa. Bosch über viele Jahre hinweg ungewiss war, entstand ein, dem Baudenkmal angepasstes, neues Stadtviertel, das inzwischen als belebter Ort mit Identität und Vergangenheit wieder ein Teil der Stadt geworden ist.

Der zentrale Innenhof wird von einer außergewöhnlichen Stahl-Glaskonstruktion überspannt. MERO hat das Dach, dessen Höhe zwischen ca. 9 m im Tonnen- und 15 m im Kuppelbereich variiert, nach dem Prinzip einer gläsernen Netzkuppel konstruiertes und ausgeführt. Unter Verwendung von Stäben aus 60 x 40 mm Vollmaterial, die mit den Knoten verschweißt wurden, entstand eine äußerst filigrane Struktur über eine Fläche von ca. 1550 m².

4 bosch areal

Der Innenhofbereich ist durch seine transparente Überdachung weitgehend witterungsgeschützt und ermöglicht eine ganzjährige Nutzung der Flächen für Veranstaltungen und Gastronomie. Die sichtbar gebliebene Parzellenstruktur des Fabrikgeländes verleiht der darunter liegenden Passage einen reizvollen Charme, der den Charakter des ursprünglichen, teils denkmalgeschützten Areals nicht nur beibehält, sondern noch unterstützt. Die Revitalisierung des Bosch-Areals ist somit ein einduckvolles Beispiel für die Symbiose aus Altem und Modernem.